In der Kapuzinergruft sieht man die Sarkophage der Habsburger. In Kunstwerken aus vier Jahrhunderten liegen sie bestattet und oft liegt der Fokus der Besucher und Besucherinnen auf den Lebensgeschichten der Verstorbenen, denen in der Gruft gedacht wird.
Doch an die Künstler und Handwerker, die diese Kunstwerke erst möglich machten, wird selten gedacht. Dabei brauchte es oft ganze Teams aus Bildhauern, Architekten und Kupferstechern für die Planung, die Gestaltung und die Herstellung sowohl von schlichten, klassischen Sargschreinen wie auch üppig ausgestatteten, mit plastischen Appliquen verzierten Sarkophagen.
Wer waren die Menschen, die die Särge hergestellt haben? Kommen Sie mit auf einen Streifzug durch die Geschichte der Zunft der Blei- und Zinngießer bis hin zum Kunstschlossermeister. Welche Techniken wurden von den Handwerkern verwendet, wie wurden Materialien wie Blei, Zinn oder Kupfer aufbereitet?
Viribus unitis – mit vereinten Kräften: Mit diesem Wahlspruch Franz Josephs lässt sich gut beschreiben, was für die Handwerker im Dienste der Habsburger Realität war. Nur gemeinsam war die Anstrengung, Tonnen von Material zu einem bedeutungsschweren Kunstwerk zu formen, bewältigbar.